Mecklenburg-Vorpommern soll vom Bund finanzierte Schnellladesäulen für E-Autos bekommen, um «weiße Flecken» auf der Landkarte zu tilgen. «Wir haben im Land zweifellos noch Luft nach oben», sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Ines Jesse am Montag. Bisher gibt es den Angaben zufolge 1359 öffentliche Ladepunkte, davon 381 Schnellladepunkte. Ein engmaschiges Netz an Ladestationen sei für Mecklenburg-Vorpommern wichtig, sagte Jesse. «Unsere Urlauber sollen die Möglichkeit bekommen, mit ihren Elektroautos das ganze Land zu bereisen.» Auch für die Einwohner soll so der Umstieg auf ein E-Auto attraktiver werden.

Bislang war nach Jesses Worten die Ladeinfrastruktur-Förderung des Bundes im Wesentlichen an die Zulassungszahlen an Elektrofahrzeugen der jeweiligen Bundesländer geknüpft. Im Nordosten gebe es relativ wenige E-Autos. «So gab es für Mecklenburg-Vorpommern vergleichsweise geringe Förderkontingente.»

Um die Lücken zu schließen, soll nun im Auftrag des Bundes ein flächendeckendes Schnellladenetz – das sogenannte Deutschlandnetz – mit bundesweit mehr als 1000 Standorten mit rund 9000 Schnellladepunkten entstehen. Jesse zeigte sich optimistisch, dass die geänderte Strategie beim Bund dabei helfen werde, «in absehbarer Zeit» eine Angebotsverbesserung beim Schnellladen in MV zu erreichen. Genauer, was die Zeitschiene angeht, wurde sie nicht.

Eine Landkarte des Bundes zum Deutschlandnetz weist im Nordosten rund 40 Standorte an den Straßen sowie einige weitere an den Autobahnen aus, an denen jeweils mehrere Schnellladepunkte entstehen sollen. So sind vier Schnellladepunkte in Ribnitz-Damgarten und acht in Bergen auf Rügen (beides Landkreis Vorpommern-Rügen) vorgesehen, acht in Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg), jeweils vier in Boizenburg an der Elbe und Goldberg (beides Landkreis Ludwigslust-Parchim), acht in Waren an der Müritz (Seenplatte-Landkreis), vier in Pasewalk und acht in Wolgast (beides Landkreis Vorpommern-Greifswald). Die Aufträge sind demnach bereits an Firmen vergeben.

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