Neubrandenburg. Rund zehn Monate nach dem Drogentod einer 13-Jährigen aus Altentreptow in Mecklenburg-Vorpommern muss sich ein 17-jähriger mutmaßlicher Drogendealer vor Gericht verantworten.

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Die Staatsanwaltschaft wirft ihm nach früheren Angaben vor, dem Mädchen in drei Fällen Ecstasy-Pillen unerlaubt verkauft zu haben. Die nicht öffentliche Hauptverhandlung findet am Mittwoch (17. April) vor dem Jugendschöffengericht in Neubrandenburg statt, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Es wird noch am selben Tag ein Urteil erwartet.

Die OZ berichtet am Mittwoch ab 12.30 Uhr in einem Liveblog aus dem Gericht:

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Nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft war eine Anklage wegen „leichtfertiger Todesverursachung“ beziehungsweise wegen fahrlässiger Tötung aus rechtlichen Gründen nicht erfolgt. Eine Gerichtssprecherin sagte, „es reduziert sich darauf, unerlaubt Betäubungsmittel verkauft zu haben“. Mit einer Haftstrafe sei nicht zu rechnen.

Mädchen in Altentreptow stirbt nach Droge

Die 13-Jährige soll die Droge Mitte Juni in Altentreptow genommen haben. Sie war bewusstlos in eine Klinik gebracht worden und starb Ende Juni. Die Schülerin starb laut Gutachten an einer Hirnschwellung, die zu einer Hirnschädigung führte. Die Schwellung sei durch den hoch dosierten Wirkstoff in der Ecstasy-Pille „Blue Punisher“ (deutsch: blauer Bestrafer) ausgelöst worden.

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Solche Pillen weisen mitunter eine sehr hohe Wirkstoff-Konzentration auf und kommen in einem bestimmten Aussehen daher, das sich am gleichnamigen amerikanischen Comic-Helden orientiert.

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Polizei findet „Blue Punisher“ in Stralsund

Im vergangenen Sommer mussten zwei weitere 14 und 15 Jahre alte Mädchen an der Mecklenburgischen Seenplatte nach Einnahme solcher Pillen mit Gesundheitsproblemen in Kliniken, überstanden diese aber.

Erst am Wochenende hatte die Polizei nach dem Fund einer mutmaßlichen „Blue Punisher“-Tablette am Rande einer privaten Feier in Stralsund die Party mit mehr als 100 Gästen beendet. Die Beamten hatten die Droge laut Polizei am Sonntag gegen 2 Uhr bei Kontrollen in der Nähe des Veranstaltungsorts entdeckt. Daraufhin seien in der Skaterhalle mehrere Einsatzkräfte zusammengezogen und insgesamt 129 Partygänger überprüft und durchsucht worden. Bei einem 20-jährigen Stralsunder seien dabei gleich mehrere mutmaßliche „Blue Punisher“-Tabletten gefunden worden.

OZ



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